Nach 50km Schotterpiste erreicht man einen fazinierenden Ort in totaler Abgeschiedenheit.
(Zumindest war ich an diesem Vormittag der einzigste dort).
Der Dry Lake ist 4,5 km lang und 2,2 km breit, sein Höhenunterschied zwischen der Süd- und der Nordseite beträgt nur fünf Zentimeter. Er gehört somit zu einem der flachsten Orte der Welt. Aufgrund starker Regenfälle wird von den umliegenden Berghängen Wasser und Lehm auf die Ebene gespült und es entsteht eine schlammige Oberfläche, die dann von der Hitze schnell getrocknet wird. Zudem bröckeln im Süden Felsen von einem Hang ab und landen dann auf dieser Ebene.
Und hier finden ware Stein-Wettrennen statt...
Insgesamt sollen sich auf dem Racetrack 162 Steine befinden, von denen einige über 320 kg schwer sind.
Die längste Spur, die ein Stein hinterlassen hat, misst 880 m.
Was die Steine allerdings in Bewegung versetzt ist bis heute nicht eindeutig geklärt, da Nationalpark-Gesetz des Death Valley besagt, dass keine Kameras installiert werden dürfen und somit keine Langzeitbeobachtungen stattfinden können.
Die neueste Theorie, die aufgrund von Satelittenmessungen aufgestellt wurde, besagt, dass sich die Felsbrocken ungefähr einmal im Jahr in Bewegung setzen. Dies geschieht nach starken Regenfällen, wenn sich der lehmige Boden in eine Art Rutschbahn verwandelt. Dabei muss kräftiger Wind von weit über 100 km/h durch das Tal blasen. Die Steine rasen dann je nach Windrichtung mit bis zu 2 m/s über die Oberfläche, wobei sie eine Schleifspur hinterlassen, die dann trocknet.